1 Einleitung

Dieses Fact Sheet zur Multistage Client & Visit Detection (kurz: MCVD) soll dazu dienen, Ihnen eine Übersicht über diese Erweiterung der SZM-Messung in Bezug auf die Ermittlung von Clients & Visits für Ihr Digital-Angebot (Web, MEW (mobile enabled Website)) zu geben.

Wie genau die Erweiterung aussieht, warum diese notwendig sein kann und wie die Umsetzung der Aktivierung bei Ihren Digital-Angeboten (Web/ MEW) aussehen wird, wird in den folgenden Kapiteln näher beschrieben.

Sollten Sie danach noch offene Fragen haben, können Sie sich selbstverständlich gerne an unser ÖWA Customer Service Team wenden. Die Kontaktdaten finden Sie auf der letzten Seite dieses
Fact Sheets.

2 Multistage Client & Visit Detection (Web + MEW)

2.1    Was genau bedeutet Multistage Client & Visit Detection?

Bei der Multistage Client & Visit Detection (folgend als MCVD bezeichnet) handelt es sich um eine Erweiterung des SZM-Messverfahrens zur Optimierung der Ermittlung der Kennzahlen Clients und Visits.

Dieses Add-on der SZM-Messung dient dazu, Clients und Visits auch in einem Umfeld mit geringer Akzeptanz von 3rd-Party-Cookies und datenschutzbedingten schwachen Fingerprintmerkmalen für das bekannte Hashverfahren möglichst genau zu ermitteln.

Bei der MCVD handelt es sich um ein mehrstufiges Verfahren, bei dem neben der bereits beschriebenen Merkmale zur Ermittlung der Clients und Visits auch auf einen 1st-Party-Cookie zurückgegriffen werden kann, um einen Clienthash näher zu differenzieren. Der Name dieses 1st-Party-Cookies ist „ioam2018“ und der Cookie ist maximal 1 Jahr lang gültig.

Ein Beispielinhalt wäre folgender: „000c3f2d5fdcbb2125c50119c:1255868117264:1749752318263:.domain.de:1:1547864112129!bq0qb6“

Sofern diese Option von Ihnen für Ihr Angebot aktiviert wurde, kann dieser 1st-Party-Cookie herangezogen werden, wenn ein Client keine 3rd-Party-Cookies akzeptiert und die Erkennung über einen Clienthash in einem speziellen Umfeld nur bedingt möglich sein sollte.

Es wird dabei stets das Verfahren zur Client- und Visitermittlung gewählt, das die höchste Genauigkeit ermöglicht – vorrangig steht weiterhin die Erkennung über den angebotsübergreifenden 3rd-Party-Cookie. Der Fingerprint kann mit Hilfe des 1st-Party-Cookies genauerer differenziert und somit Clients und Visits auch in schwierigeren Umgebungen erhoben werden.

2.2    Warum ist MCVD wichtig?

Als erfahrener Messdienstleister beobachten wir, die INFOnline, kontinuierlich die technischen Veränderungen auf dem Markt. Selbstverständlich betrachten wir dabei speziell die Änderungen, die direkten oder indirekten Einfluss auf die über das SZMnG erhobenen Messwerte haben oder haben könnten.

Neben den neuen Datenschutzbedingungen im Rahmen der DSGVO sowie den technischen Veränderungen im Markt – z.B. im mobilen Umfeld bei einigen Safari-Browsern - hat uns vor allem die Vorbereitung auf kommende Browserupdates (z.B. Firefox Version 65) dazu veranlasst, eine erweiterte Funktion zur Erkennung von Clients und somit auch Visits umzusetzen. Die Erhebung dieser wichtigen Kennzahlen profitiert von starken Erkennungsmerkmalen.
Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen daher, das MCVD-Verfahren bei Ihren Digital-Angeboten (Web + MEW) zu aktivieren.

3 Wie aktiviere ich die MCVD?

3.1    Wie aktiviere ich die MCVD?

Die Aktivierung der MCVD als Erweiterung zur bisherigen Client- und Visitermittlung können Sie über eine kleine Anpassung Ihres verbauten SZM-Tags umsetzen. Dazu müssen Sie lediglich den neuen Parameter „sc“ (Bedeutung: set cookie) in Ihren Tag einbauen. Das MCVD-Verfahren aktivieren Sie dann, indem Sie dem o.g. Parameter „sc“ den Wert „yes“ zuweisen (vgl. Beispielintegration). Diese Erweiterung sollte möglichst angebotsweit durchgeführt werden. Sobald dies erfolgt ist, wird ein zusätzlicher 1st-Party-Cookie für Clients gesetzt, die Ihr Digital-Angebot besuchen. Die MCVD ist jetzt für Ihr Angebot aktiviert. Bitte beachten Sie, dass mit Aktivierung der MCVD ein 1st-Party-Cookie regulär gesetzt und an das Messsystem übermittelt wird. Die Übermittlung der 1st-Party-Cookie-Informationen geschieht unabhängig davon, ob der 1st-Party-Cookie tatsächlich zur Visit-und Clientermittlung im Rahmen des mehrstufigen MCVD-Verfahrens (vgl. Kap. 2.1) herangezogen wird.

Bei Aktivierung der MCVD durch Setzen des neuen Parameters „sc“ werden die Informationen zum 1st-Party-Cookie an die INFOnline sowie weiterverarbeitende Dienstleister und Systeme weitergegeben.

Nach initialer Aktivierung für einen Client wird die MCVD für diesen domainweit verwendet.

Ist ein 1st-Party-Cookie für eine Domain Ihres Digital-Angebots einmal erfasst, wird die Information des Cookies bei zukünftigen Requests für diese Domain mitgeliefert.

Die „sc“-Variable wird in Zukunft für die Informationsübergabe zum 1st-Party-Cookie verwendet. Bitte verwenden Sie den Parameter nur für die Informationsübergabe zum 1st-Party-Cookie.

3.2    Hinweis zur Freischaltung der MCVD im Messsystem

3.2.1    Freischaltung der MCVD in der SZM-Messung

Nach Freischaltung der MCVD im Messsystem können die zusätzlichen 1st-Party-Cookie-Informationen zur Client- & Visitermittlung genutzt werden. Vorausgesetzt, die MCVD kommt bei Ihrem Digital-Angebot gem. Kap 2.1 zum Einsatz.

Mögliche Effekte der MCVD auf die Visits und Clients bei Ihrem Digital-Angebot sind dabei von Angebotsstruktur und individuellem Nutzungsverhalten (z.B. mit welchen Browsern wird Ihr Digital-Angebot genutzt) abhängig und lassen sich ganz einfach in den INFOnline Monitoring-Tools (IDAS) nachvollziehen.

3.3    Beispielintegration

Parameter und Variable zur MCVD-Aktivierung:

HEAD-Einbindung
<script type="text/javascript" src="https://script-at.iocnt.net/iam.js">
BODY-Einbindung
<!-- OEWA VERSION="3.0" -->
<script type="text/javascript">
 if (window.iom) {
   var oewa_data = {
     "cn":"at", // country
     "st":"angebotskennung", // sitename
     "cp":"contentpath", // kategorienpfad
     "sv":"mo", // die Befragungseinladung wird im mobilen Format ausgespielt
     "ps":"lin" // Privacy setting
     "sc":"yes" // Privacy setting
   };
   iom.c(oewa_data,1);
 }
</script>
<!--/OEWA -->

4 Was muss ich zudem für die Aktivierung der MCVD beachten?

4.1    Bitte informieren Sie uns!

Um einen reibungslosen Ablauf gemeinsam mit Ihnen bei der Aktivierung der MCVD und dem nachfolgenden Verfahren zu ermöglichen, bitten wir Sie, uns zu informieren, wenn Sie MCVD für Ihr Digital-Angebot verwenden. Dafür genügt eine kurze Mail mit Angabe der Angebotskennung(en) an support@oewa.at. Gerne unterstützen wir Sie bei sämtlichen Fragen.

4.2    Überprüfung der Datenschutzerklärung

Sollten Sie die MCVD bei Ihrem Digital-Angebot nutzen wollen, empfehlen wir Ihnen, dass Sie die Datenschutzerklärung (DSE) Ihres Online-Angebots bezüglich des Einsatzes der First-Party-Cookie-Technologie hin überprüfen. Detallierte Information zu diesem Cookie finden Sie in Kap 2.1.

4.3    Checkliste für die MCVD auf Ihrem Digital-Angebot

1.    ÖWA Customer Service über MCVD Aktivierung an support@oewa.at informiert

2.    Aktivierung MCVD im SZM-Tag auf Ihrem gesamten Digital-Angebot ("sc":"yes")

3.    Anpassungen an Ihrer Datenschutzerklärung vorgenommen