Jugendliche im Schnitt 22 Stunden online

Der Untersuchung zufolge, gibt es heute eine noch größere Zahl von computerspiel- oder internetbezogenen Störungen bei Jugendlichen als noch 2011. Aktuell sind 7,1 Prozent der zwölf- bis 17-jährigen Mädchen und 4,5 Prozent der gleichaltrigen Buben betroffen.

In der neusten Studie der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kommen die Experten zu dem Ergebnis, dass Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 12 und 25 Jahren durchschnittlich 22 Stunden pro Woche online sind - zum Kommunizieren, Spielen oder zur Unterhaltung, also Beschäftigungen, die nicht im Zusammenhang mit Schule, Studium oder der Arbeit stehen.

Dabei spielt das Smartphone mit 77,1 Prozent als Zugangsweg ins Internet die größte und wichtigste Rolle. Die neusten Studiendaten, die auf Erhebungen im Jahr 2015 basieren, belegen eine wachsende Anzahl von computerspiel- oder internetbezogenen Störungen bei Jugendlichen. Deutlich mehr als noch im Jahr 2011. Davon sind die 12- bis 17-jährigen Mädchen mit 7,1 Prozent erheblich stärker betroffen als die gleichaltrigen Jungen mit 4,5 Prozent. Das erklärt sich vor allem über die unterschiedlich starke Nutzung sozialer Netzwerke, in denen Mädchen viel aktiver sind als die gleichaltrigen Jungs. Das Verhältnis kehrt sich um, sobald es um Computerspiele geht. Dort sind die männlichen Jugendlichen dreimal mehr engagiert, als die gleichaltrigen Mädchen.

Präventiv sinnvoll ist die aktive Vermittlung neuer Medienkompetenzen, denn die junge Generation muss lernen, das Netz selbstbestimmt und in richtigem Maß zu nutzen. Vor allem die Eltern sind dazu aufgerufen, gemeinsame Familienzeit als qualitativ sinnvoll zu besetzen und den Jungen somit aktiv Alternativen zur „Onlinezeit“ vorzuleben.

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