Zögerliche Zahlungsbereitschaft für Online-Content

Die Bereitschaft für Online-Inhalte im Web zu bezahlen ist bei jüngeren mit höherer Bildung stärker ausgeprägt.

Frau und Herr Österreicher haben laut iab austria Trendmonitor grundsätzlich eine nach wie vor geringe Bereitschaft, für Inhalte im Web zu bezahlen, wenn gleich diese in den letzten vier Jahren leicht zugenommen hat. Am ehesten sind die Befragten dazu geneigt, für exklusive Fachpublikationen in die digitale Geldbörse zu greifen: Immerhin acht Prozent würden sicher dafür bezahlen und 32 Prozent haben eine grundsätzlich positive Haltung dazu. Ihnen stehen jene 38 Prozent gegenüber, die bezahlte Inhalte für sich ausschließen. Jüngere Menschen mit höherer Bildung sind eher bereit, Bezahlinhalte zu konsumieren. Zu diesem Ergebnis ist INTEGRAL gemeinsam mit dem internet advertising bureau austria über eine repräsentative Umfrage mit 1.000 Teilnehmer seit Jahresbeginn gelangt.

Die Gratis-Kultur im Netz ist weit verbreitet: Für Unterhaltung und Spiele sind nur mehr 19 Prozent der Befragten bereit, Geld auszugeben. Auch hier nimmt die Spendierfreudigkeit mit dem Alter deutlich ab. Für allgemeine Nachrichten würden nur mehr 14 Prozent der Umfrageteilnehmer bares Geld auf den digitalen Ladentisch legen. Auch in der jungen Aktivgruppe der 14- bis 19-Jährigen ist die Zahlungsbereitschaft mit 21 Prozent relativ niedrig. Service-Seiten stehen besonders schlecht in der Gunst der User: Nur neun Prozent können sich vorstellen, Geld für Inhalte zu bezahlen.

Bei den Zahlungsmodalitäten lässt sich keine klare Präferenz erkennen. Während sich 29 Prozent aller Befragten sich für einen monatlichen Fixbetrag aussprechen, bevorzugen 20 Prozent ein Pay-Per-Use-Modell, bei dem die Zugriffe einzeln abgerechnet werden.

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