Österreich: Nachrichtenkonsum steigt, klassisch wie digital

Die Nutzungshäufigkeit von Nachrichten steigt weiter an, bei den 18-24-Jährigen sind die Sozialen Medien die Hauptnachrichtenquelle.

Zum sechsten Mal befragte das Reuters Institute for the Study of Journalism mit Sitz in Oxford Menschen zu ihrem Nachrichtenkonsum. Die diesjährige Studie liefert Daten zum Medienwandel in 36 Ländern mit erfreulichen Ergebnissen für die Nachrichtenmedien insgesamt, denn das Interesse der User ist mit 95,5 Prozent konstant hoch. Nachrichten über das internationale und das regionale Geschehen sind die beliebtesten Arten, gefolgt von internationalen Nachrichten (67,3 Prozent), Gesundheit und Bildung (57,3 Prozent) sowie Politik (55 Prozent).


Zentrale Ergebnisse für Österreich sind: Die Nutzungshäufigkeit stieg gegenüber dem Vorjahr um 11,6 Prozentpunkte an. Männliche User nutzen das Nachrichtenangebot tendenziell öfter mehrmals täglich als weibliche: 15,1 Prozent der Männer versus 9,9 Prozent der Frauen konsumieren täglich zwischen 6 und 10 Mal die Nachrichten des Tages. Das Fernsehen ist nach wie vor die beliebteste Informationsquelle mit 29,4 Prozent, gefolgt von gedruckten Zeitungen (21,4 Prozent) und Nachrichtenwebsites/Apps (13,8 Prozent). Die 18-24-Jährigen bevorzugen mit 24,5 Prozent die Sozialen Medien als Hauptnachrichtenquelle.


Das Vertrauen in die Medien ist mit 62 Prozent in Finnland am höchsten, in Griechenland und Südkorea am niedrigsten. Österreich liegt mit 45 Prozent im Mittelfeld. Als zentrale Hintergründe für allgemeines Vertrauen erweisen sich persönliches Interesse an Nachrichten und die Häufigkeit ihrer Nutzung: 55,3 Prozent der Enthusiasten sowie 51,4 Prozent der Nutzer, die innerhalb einer Woche auf sieben oder mehr Nachrichtenquellen zurückgreifen, sprechen den Medien am häufigsten ihr Vertrauen aus.

mehr >>