Maßgeschneiderter Konsum anstelle von Massenmarkt

In den nächsten zehn Jahren schreitet die personalisierte digitale Ansprache und der Einfluss von digitalen Medien weiter voran. Der Vertrauensfaktor wird ebenfalls eine stärkere Rolle spielen.

Der Marktplatz der Zukunft wird auf drei grundsätzlich unterschiedlichen Prinzipien aufbauen: Vertrauen, digitale Einflussnahme und Personalisierung. Davon geht die aktuelle Studie der Managementberatung A.T. Kearney "The Consumer of the Future: Influence vs. Affluence" aus, die radikale Veränderungen bis zum Jahr 2027 prognostiziert. Für die Studie wurden weltweit mehr als 7.000 User zu ihren Vorlieben und ihrem Konsumverhalten befragt. Dabei zeigte sich, dass zumindest die Generation Z (zwischen 1998 und 2016 geboren) aufgrund der digitalisierten Umgebung so ähnlich agiert, dass sie sich im Endeffekt weit stärker von anderen Konsumenten ihres Landes unterscheidet als von Personen ihrer Altersgruppe. Sie teilt dabei zwar Inhalte über soziale Medien, beschränkt sich aber deutlich stärker als Millennials (1981 - 1997) auf kleine abgeschlossene Communities. Zudem sind für sie nicht Massentrends “cool“, sondern Themen, die sich durch Einzigartigkeit auszeichnen.

Das Vertrauen sinkt vorallem in die Big Player. Inzwischen können sie weltweit bereits bis zu 57 Prozent der Kunden (Deutschland: 52 Prozent) nicht mehr wirklich überzeugen.  Bei den jüngeren Konsumenten überzeugen dagegen Marken, die sich für den Umweltschutz und soziale Belange engagieren. Über 70 Prozent würden in diesem Fall sogar mehr Geld für entsprechende Produkte ausgeben.

Bei der Kaufentscheidung haben Blogger und Vlogger für Jüngere eine gewichtige Stimme. 54 Prozent der Generation Z und 51 Prozent der Millennium-Generation lassen sich von ihnen beeinflussen. Bei der Generation X (1965 - 1980) ist es immerhin noch jeder Dritte.

Der dritte Erfolgsfaktor sind individuell maßgeschneiderte Angebote aus Basis von Big Data. In China, den USA und Großbritannien sind 40 und mehr Prozent der Befragten bereit, ihre Daten mit einem Unternehmen zu teilen, wenn sie dafür eine Gegenleistung erhalten.

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